2022 habe ich gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen in Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen ein Projekt zur Mittelfristigen Notfallnachsorge für Kinder und ihre Familien (MINI) initiiert: Als „verlängerter Arm“ der Notfallseelsorge begleiten und unterstützen wir seitdem Familien, die von einem Unglücksfall oder einer Gewalttat betroffen sind, bei Bedarf ein ganzes Jahr lang. Wir geben Rat, wie mit Trauer- und Belastungsreaktionen umgegangen werden kann; wir helfen dabei, Antworten auf schwierige Fragen zu finden – und wir vermitteln ggf. an weiterführende Hilfen wie z. B. eine Traumaambulanz, eine Psychotherapie, eine Beratungsstelle oder eine Trauergruppe. Zum Ende dieses Jahres ist nun der dritte Tätigkeitsbericht fertig geworden, der per Mail an mich gerne kostenlos angefordert werden kann.

Nach insgesamt 48 Notfallsituationen ist das MINI-Projektteam in den vergangenen 12 Monaten tätig geworden. 80 Kinder bzw. Jugendliche und ihre Bezugspersonen wurden dabei in 285 einzelnen Kontakten begleitet. Das Durchschnittsalter der unterstützten Kinder betrug 12 Jahre. In 17 Fällen war die Begleitung durch das MINI-Team bereits nach einem Monat beendet, in 22 weiteren Fällen nach spätestens drei Monaten. Neun Familien wurden länger als drei Monate unterstützt, und zum Teil dauert die Unterstützung für diese Familien auch noch immer an. In etwa der Hälfte aller Fälle konnten die betroffenen Familien an andere Hilfeeinrichtungen vermittelt werden.; rund 45 mal wurde das MINI-Projekt außerdem in verschiedenen Gremien und bei Veranstaltungen präsentiert.

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